Kommen und Gehen von Emotionen

Achtsamkeitsübung

Kommen und Gehen von Emotionen

Unsere Gefühle und Emotionen sind wie alles in unserem Leben ständig in Bewegung. Sie kommen und gehen, aber diese beiden Zustandsänderungen werden von uns ganz unterschiedlich wahrgenommen. Ganz offensichtlich ist das Auftreten einer Emotion, die erste Begegnung mit dem Gefühl: Ganz plötzlich fühlen wir Schmerz, werden vielleicht regelrecht überwältigt von einem Gefühl der Trauer, der Freude, sehen uns hilflos im Angesicht einer Welle der Wut, die uns mitreißt, oder spüren ganz unvermittelt einen tiefes Glücksgefühl.

In diesem Moment ist es oft schwierig, eine Trennung zwischen uns selbst und dem gerade erlebten Gefühlszustand wahrzunehmen. Wir SIND traurig, wütend, fröhlich oder erfüllt. Wir erleben das Gefühl als allumfassend und fühlen uns unserer Emotion ausgeliefert.

Das Vorüberziehen dieser Gefühlszustände erleben wir dann ganz anders – fast unbemerkt kühlt sich die Wut ab, weicht die Traurigkeit von uns, erlischt das euphorische Glücksgefühl. Es ist für uns nicht gesund oder erstrebenswert, für längere Zeit in einem extremen Gefühlszustand zu verweilen. Wie Wolken über den Himmel ziehen, so ziehen die Emotionen durch unser Gemüt, und wir können lernen, dieses Vorbeiziehen unserer Emotionen bewusst wahrzunehmen und zu beobachten.
Dabei sollten wir besonders aufmerksam auf den Moment achten, in dem das Gefühl vorüberzieht. Mit etwas Übung wird daraus ein bewusstes Loslassen, und mit der Zeit lernen wir, auch starke Emotionen aus sicherer Distanz zu beobachten – sozusagen im Auge des Sturms, einem Ort der Stille. Wir müssen dabei das Erlebte weder werten, noch kontrollieren.

Achtsamkeitsübung

Versuche heute einmal, ganz bewusst darauf zu achten, wann Gefühle oder Emotionen aufhören. Wann bist du nicht mehr wütend, fühlst dich nicht mehr überwältigt, spürst keine Müdigkeit oder keine Kopfschmerzen mehr? Kannst den den exakten Moment wahrnehmen, oder bemerkst du vielleicht erst nach einiger Zeit, dass es dir jetzt anders geht?

Beobachte das Kommen und Gehen deiner Gefühle und Emotionen – auf körperlicher und geistiger Ebene. Versuche dabei neugierig zu bleiben und das, was du beobachtest, nicht zu werten.

Wie geht es dir dabei und spürst du eine Veränderung? Schreib mir gerne einen Kommentar, wie dir die Übung gefallen hat.

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