Wie du es schaffst, regelmäßig zu meditieren (1)

Meditation, Achtsamkeit, Alltag

Wie du es schaffst, regelmäßig zu meditieren (1)


Du möchtest meditieren. Und du weisst, dass du eine tägliche Praxis brauchst, um damit etwas zu bewirken.

Und dennoch höre ich immer wieder von meinen Freundinnen und Klientinnen, dass sie gerade dann, wenn sie es am dringendsten brauchen, nicht regelmäßig meditieren.
Und auch ich selbst habe Zeiten und Tage erlebt, an denen es mir einfach nicht nach Meditation zumute war.

In einer seiner Headspace Meditationseinführungen sagt Andy Puddicombe:

„Sometimes we feel like meditating. So we sit to meditate.
Sometimes we don’t feel like meditating. So we sit to meditate.“

Die häufigsten Gründe, nicht zu meditieren, sind dabei kurioserweise auch die häufigsten Gründe, überhaupt meditieren zu wollen:

Ich habe zu wenig Zeit.

Unser Zeitempfinden ist eine kuriose Sache. Manchmal kommen uns Minuten wie Stunden vor – wenn wir zum Beispiel in der Kälte auf den Bus warten. Und andere Male vergeht die Zeit sprichwörtlich „wie im Flug“ – wenn wir uns minutenlang durch unseren Facebook-Newsfeed scrollen oder lustige Videos schauen.

Und wie ist es mit den 10 Minuten, die wir idealerweise täglich in unser mentales Training stecken sollten? Ist das nicht sehr wenig Zeit verglichen mit dem, was wir zurückbekommen?

Oder könnten wir sogar noch radikaler sein, indem wir regelmäßig einer banalen Tätigkeit unsere ganze Aufmerksamkeit widmen, ganz ohne Extrazeit zum Meditieren?

Ich habe zu viel Stress.

Stressreduktion und Stressresilienz sind die Gründe, mit dem Meditieren überhaut beginnen zu wollen. Achtsamkeitsbasierte Stressreduktion (MSBSR), in den 70er Jahren von Jon Kabat-Zinn in den USA entwickelt, zählt heute noch zu den beliebtesten Achtsamkeitsströmungen in der westlichen Welt.
Fakt ist: Wir haben Stress, und Meditation hilft uns dabei, mit diesem Stress besser umzugehen.
Zu viel Stress zu haben, um zu meditieren, ist etwa so, als würdest du sagen, dass du zu krank bist, um zum Arzt zu gehen….paradox, nicht wahr?

Ich habe zu große Sorgen.

Der größte Vorteil eines konstanten mentalen Trainings ist, dass wir im Ernstfall ein „Notfallnetz“ einsatzbereit haben, das uns auffangen oder zumindest unseren Fall etwas abdämpfen kann, wenn Dinge in unserem Leben komplett aus dem Ruder laufen.
In Krisen ist es besonders wichtig, dass wir unsere Anker sicher gesetzt haben, denn jetzt werden sie uns Halt geben.

In den Momenten, in denen unsere Welt kurz ins Wanken kommt, gibt es uns Sicherheit und Trost, unserem Atem zu folgen und uns bewusst zu machen, dass alles vorbeigeht – auch diese Zeit der Krise. Wir schenken uns Erleichterung und Hoffnung, wenn wir üben, mit Trauer, Wut und Enttäuschung umzugehen und emotionalen Ballast loszulassen. Und vielleicht ersparen wir uns dadurch langfristig sogar den Weg zur Therapie.

Wie schaffen wir es nun also, regelmäßig, sogar täglich, zu meditieren? Im zweiten Teil dieses Artikels zeige ich dir dafür 4 wichtige Schlüssel.

Du möchtest mehr erfahren? Dann schau dir mein Video zu diesem Artikel an:

nirwana_meditation
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