Mein Weg

„Gehe nicht, wohin der Weg führen mag, sondern dorthin, wo kein Weg ist, und hinterlasse eine Spur.“ (Jean Paul)

Gerade Wege führen ja bekanntlich immer nur zum Ziel… Wenn ich darüber nachdenke, wo ich heute stehe und über meinen Weg an diesen Punkt reflektiere, stelle ich zufrieden fest, dass ich weder den geraden Weg gewählt habe, noch am Ziel bin.

Verschiedene Stränge durchziehen meinen Weg. Sie kamen einzeln, nacheinander, und fanden sich dann irgendwann zu einem dynamischen Geflecht zusammen. Da ist die Liebe zur Musik, die meinen Studienweg prägte, dort die Liebe zur Sprache, die mich zu meiner Berufung als Übersetzerin geführt hat, und dazwischen verwob sich ein weiterer Faden, der mich mehr nach innen leitete. Ich begann, Yoga zu praktizieren und mich mit dem Buddhismus und der Meditation zu beschäftigen. Ich vertiefte mich in Techniken, nahm vieles an Wissen in mich auf und besuchte ein Meditations-Retreat.

Zugang zu einer täglichen Meditationspraxis fand ich jedoch erst viel später, mit der Geburt meines Sohnes. Und da begann die große Reise, die Transformation – nur wenige Minuten täglich haben mich und mein Leben nachhaltig verändert. Ich kam in ein neues Bewusstsein, das es mir erlaubte, alte Verstrickungen zu lösen und zu erkennen, dass Gedanken und Gefühle uns nicht definieren und bestimmen, sondern lediglich für eine kurze Weile begleiten. Ich habe gelernt, loszulassen – und anzunehmen. Ich habe meine Widerstände lösen können und so in ein friedvolleres Leben im Jetzt gefunden. Und ich habe gelernt, der Empathie als Wegweiser für meine täglichen Entscheidungen zu vertrauen.

Heute fühle ich mich noch mitten auf der Reise und doch schon angekommen – bei mir selbst, in meinem Leben. Vor der Kulisse der wunderschönen Insel Rügen, die ich mein Zuhause nennen darf, arbeite und lebe ich heute mit dem Gefühl innerer Freiheit. Ich schöpfe Kraft aus der Nähe zum Meer, aus der Natur, aus der Stille, dem entschleunigten Inselleben.

Das große Geschenk, das die Meditationspraxis für mein Leben war und ist, möchte ich nicht für mich behalten.
Ich bin überzeugt davon, dass mehr Achtsamkeit unsere Welt positiv verändern kann – und dafür brauchen wir Menschen, die diese Achtsamkeit leben und praktizieren. Die sich inneren und äußeren Frieden wünschen, die den Mut haben, unsere Welt mit Klarheit und bei vollem Bewusstsein wahrzunehmen, die Stress und Angst loslassen und in Leichtigkeit und Freude leben möchten.

Gehörst du auch dazu? Dann lass mich dich gern von mir auf einem Stück deines eigenen Weges begleiten.

Poster: Signs by Jwala

Maria

geboren in Leipzig

Geisteswissenschaftliches Studium (Master of Arts)

Staatlich geprüfte Übersetzerin und Lektorin

Zertifizierte Meditationslehrerin und Achtsamkeitstrainerin für Meditation